BERND EICHINGER
„DER“ DEUTSCHE FILMPRODUZENT
Kaum einer hat nicht schon mindestens einen seiner Filme gesehen. BERND EICHINGER ist als Produzent, Regisseur und Drehbuchautor für so viele Klassiker des deutschen und internationalen Kinos verantwortlich, wie kaum ein zweiter deutscher Filmschaffender. Unter seiner Leitung entstehen Blockbuster wie „Die unendliche Geschichte“, „Der Name der Rose“ und „Der Untergang“. Auch Komödien bringt EICHINGER auf den Weg: die Assi-Komödien von TOM GEHRHARDT, BULLY HERBIGs Winnetou-Interpretation und die Zeichentrickfilme um den Comic-Helden „Werner“ geraten zu Erfolgen. BERND EICHINGER hat ein Händchen für gute Filme. Egal ob ernst, unterhaltsam oder komisch, der Name EICHINGER steht für Qualität und Erfolg. Umso größer ist der Schock für die internationale Filmwelt, als er am 24. Januar 2011 in Los Amgeles einem Herzinfarkt erliegt.
WIE ER WURDE, WAS ER IST:
Schnell unter den ganz Großen
BERND EICHINGER wird am 11. April 1949 in Neuburg an der Donau geboren. Nach dem Abitur studiert er an der Münchner „Hochschule für Fernsehen und Film“ zusammen mit dem später erfolgreichen Regisseur ULI EDEL. Hier sammelt er Erfahrungen als Regisseur und betätigt sich außerdem als Aufnahmeleiter bei den Bavaria Studios.
1974 gründet EICHINGER seine eigene Produktionsgesellschaft „Solaris“ und produziert vornehmlich Autorenfilme wie „Falsche Bewegung“ (1975) von WIM WENDERS. Nachdem er 25 Prozent der angeschlagenen Verleihfirma „Constantin Film“ erwirbt, stellt sich 1981 mit „Christiane F. – Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ der internationale Erfolg ein. Anschließend produziert EICHINGER heutige Klassiker wie MICHAEL ENDES „Die Unendliche Geschichte“unter Regie von WOLFGANG PETERSEN oder „Der Name der Rose“ mit SEAN CONNERY in der Hauptrolle. Mit Erfolgsgarant TIL SCHWEIGER entstehen in den 1990ern die Komödien „Manta Manta“ und „Knocking On Heavens Door“. Außerdem dreht EICHINGER 1990 den ersten Werner-Film „Werner Beinhart“ und später die diversen Fortsetzungen um den Kieler Motorradjungen. Auch im TV feiert EICHINGER mit der Serie „Hausmeister Krause – Ordnung muss sein!“ (1999-2008) Erfolge. International zeichnet er für die Zombie-Reihe „Resident Evil“ verantwortlich. In Deutschland trifft er - nun auch als Drehbuchautor - mit „Der Untergang“ (2004), „Das Parfum – Die Geschichte eines Mörders“ sowie dem RAF-Drama „Der Baader Meinhof Komplex“ (2008) einen Nerv beim Kinopublikum. Seit 2006 ist er mit der Autorin KATJA HOFMANN verheiratet, aus einer früheren Beziheung stammt seine Tochter, die Fernsehmoderatorin NINA EICHINGER. Am 24. Januar 2011 verstirbt BERND EICHINGER im Alter von 61 Jahren überraschend an einem Herzinfarkt im kalifornischen Los Angeles.(stars-forever.com)
Von Felix Selzer
Datum: 08.02.2011
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