CHRISTINE NEUBAUER
Wandlungsfähige Schauspielerin ohne Hollywood-Ambitionen
Sie hat bereits alles erreicht, was es an renommierten Fernsehpreisen gibt: Telestar, Grimmepreis, Romy, Bayerischer Fernsehpreis ... Trotz allem Erfolg bleibt CHRISTINE NEUBAUER auf dem Boden und liebäugelt nicht mit Hollywood, wie manche ihrer deutschen Kollegen: „Lieber drehe ich hier gute TV-Filme, als dass ich drüben nach Schrott lechze und als Kellnerin jobbe.“ Und gute Filme macht sie, zum Beispiel: „Twiggy - Liebe auf Diät“ (1997), „Krambambuli“ (1998) und die Afrika-Reihe „Folge Deinem Herzen“, „Für immer Afrika“ und "Afrika im Herzen" (2005 - 2007). Auch in vielen Serien ist sie präsent, darunter „Ein Bayer auf Rügen“ (1993 bis 1997). Daneben spielt sie immer wieder Theater. Zu fein ist sie sich für keine Rolle: „Für die richtige Szene krieche ich auch durch den Schlamm“, sagt sie. Na prima, dabei würde sie bestimmt auch eine gute Figur machen!
WIE SIE WURDE, WAS SIE IST:
von der Psychologie-Studentin zum engagierten „Vollweib"
CHRISTINE NEUBAUER wird am 24. Juni 1962 als Tochter eines Buchdrucker-Ehepaares in München geboren. Bereits als Kind träumt sie davon, Schauspielerin zu werden, und bewirbt sich mit 16 Jahren an der Falckenberg-Schauspielschule in München, wird jedoch abgelehnt. Nach dem Abitur studiert sie zunächst zwei Semester lang Psychologie. Schließlich nimmt sie Schauspielunterricht bei Ruth von Zerboni und Wolfgang Büttner und besucht Kurse am Lee Strasberg Institute in New York.
Bald bekommt sie Theaterengagements an verschiedenen Bühnen, darunter das Münchener Volkstheater. Erste Fernsehauftritte folgen, u. a. in „SOKO 5113“, „Meister Eder und sein Pumuckl“, „Die Wiesingers“.
Der Durchbruch gelingt ihr mit Hilfe des Regisseurs Rainer Wollfhardt, der sie 1986 für den Heimatfilm „Der Unfried“ und ein Jahr später für das mehrteilige Historiendrama „Löwengrube“ engagiert. Für ihre Darstellung der Traudl Grandauer im letztgenannten Format wird sie 1992 mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet. Bald gehört sie zu den gefragtesten TV- und Filmschauspielerinnen Deutschlands. Sie wirkt in den 1990er Jahren in verschiedenen Serien mit („Forsthaus Falkenau“, „Café Meineid“, „Der Bergdoktor“). Auf der Kino-Leinwand ist sie in Bernd Eichingers „Der große Bagarozy“ (1998) zu sehen, in der Rolle einer Kommissarin, die sich mit dem Teufel (Till Schweiger) einlässt.
Dass sie seit Beginn iher Karriere wiederholt für Heimatfilme engagiert wird, in denen sie ländliche Frauentypen oder Bäuerinen spielt, stört CHRISTINE NEUBAUER wenig. Diese Frauenfiguren voll sinnlicher Schönheit abseits von dürren Supermodelmaßen füllt die attraktive Brünette glaubhaft aus. Sie versteht sich selbst als „Vollweib“, und das nicht erst seit ihrem Film „Vollweib sucht Halbtagsmann“ (2001). Darin mimt sie eine alleinerziehende Mutter und Unternehmerin, die sich in einen Dorfpolizisten verliebt. Danach veröffentlicht sie ihre „Vollweib“-Buchreihe (u. a. „Die Vollweib-Diät“), Ratgeber, in denen sie Frauen Schönheits- und Fitnesstips gibt. Ihr Anliegen ist es, dass Frauen sich in ihrem Körper wohl und attraktiv fühlen, statt nach einer superschlanken Figur zu streben.
Engagiert ist CHRISTINE NEUBAUER auch in anderen Bereichen: Seit ihrer Rolle als deutsche Ärztin in der Afrika-Reihe „Namibia“ (2005 - 07) unterstützt sie die Kinderhilfsorganisation „Save the Children“. Privat ist sie mit dem Sportjournalisten Lambert Dinzinger verheiratet und hat mit ihm einen Sohn (16).
GUDRUN SCHMIESING
Datum: 22.04.2009
Größe: 14 Elemente
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